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Kostenrechner

Kosten errechnen: Die Gebühren des Anwalts richten sich nach dem Gesetz, dem RVG. Die Kosten für das Scheidungsverfahren sind genau festgelegt. Die Anwalts- und Gerichtsgebühren berechnen sich im Scheidungsverfahren grundsätzlich nach dem zusammengerechneten, jeweils dreifachen monatlichen Nettoeinkommen der Eheleute zuzüglich des Streitwertes für den Versorgungsausgleich. Welche Kosten können bei einer einvernehmlichen Scheidung eingespart werden?

Bis zu 40 Prozent der Kosten können eingespart werden, da nur ein Anwalt für die Abwicklung des Scheidungsverfahrens im Falle einer einvernehmlichen Scheidung benötigt wird.

Die Kosten berechnen sich wie folgt:

Streitwert Einkommen + Streitwert Versorgungsausgleich = Streitwert Scheidungsverfahren

Als Beispiel:

Ehefrau: 1.000,- monatliches Nettoeinkommen
Ehemann: 1.500,- monatliches Nettoeinkommen
Gesamteinkommen: 2.500,- monatliches Nettogesamteinkommen
Gesamteinkommen X 3 7.500,- Streitwert Einkommen

Hinzu kommt der Streitwert für den Versorgungsausgleich:

Versorgungsausgleich 1.000,-

ergibt gesamt:

Streitwert Scheidungsverfahren 8.500,-

Aus unserer Scheidungskostentabelle “Einvernehmliche Scheidung” können Sie bei dem im Beispiel genannten Streitwert von 8.500,- Euro die Kosten für eine einvernehmliche Scheidung ablesen. In diesem Beispiel würden die Gesamtkosten für eine einvernehmliche Scheidung 1.687,30 Euro betragen. Diese setzen sich aus 362,- Euro Gerichtsgebühren und 1.325,30 Euro Anwaltskosten zusammen. Ihre individuellen Kosten für Ihr einvernehmliches Scheidungsverfahren nach dem RVG können Sie hier ermitteln:

Scheidungskostentabelle “Einvernehmliche Scheidung”

bei einem Streitwert bis: Gerichtsgebühren Anwaltskosten*
3.000,- Euro 178,- Euro 586,08 Euro
4.000,- Euro 210,- Euro 752,68 Euro
5.000,- Euro 242,- Euro 919,28 Euro
6.000,- Euro 272,- Euro 1.029,35 Euro
8.000,- Euro 332,- Euro 1.249,50 Euro
10.000,- Euro 392,- Euro 1.469,65 Euro
13.000,- Euro 438,- Euro 1.588,65 Euro
16.000,- Euro 484,- Euro 1.707,65 Euro
19.000,- Euro 530,- Euro 1.826,65 Euro

*Anwaltskosten sind inklusive Auslagen und 19% MwSt.

Anmerkung: Bis zu einem Streitwert von 5.000,- Euro kommt in der Regel die Gewährung von Prozesskostenhilfe in Betracht, bei mehreren Kindern und/oder hohen Schulden evtl. auch bei einem höheren Streitwert. Bitte fragen Sie in diesen Fällen bei uns in der Kanzlei nach. Der Nachteil der Prozesskostenhilfe ist, dass dadurch das Scheidungsverfahren meist länger dauert. Prozesskostenhilfe setzt voraus, dass beide Ehegatten nur ein geringes Einkommen bzw. hohe Schulden haben. Wäre nur einer der Ehegatten nach seinem Einkommen prozesskosten-hilfeberechtigt, während der andere ein sehr hohes Einkommen hat, gibt es keine Prozesskostenhilfe. In diesem Fall muss erst mal der besserverdienende Ehegatte zu den Kosten herangezogen werden. Falls Sie Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen wollen, werden wir dies für Sie beim Gericht beantragen. Bitte füllen Sie hierzu das Formular (Prozesskostenhilfe) aus und lassen uns dies zukommen. Alternativ können wir Ihnen gerne ein Exemplar per Post oder Fax zusenden. Falls Sie hierzu weitere Informationen benötigen oder Fragen haben, kontaktieren Sie bitte Frau Rechtsanwältin Katja Meyer. Zum Kontakt.